Fußballwette

Die grünweiße Perspektive

Violette Vorherrschaft – nicht nur in der Bundesliga 🙂

  

Spielschulden sind Ehrenschulden – ein Satz, der eine Selbstverständlichkeit für die Anhänger des SK Rapid ist, die Fairness und Sportlichkeit ohnehin in beispielhafter Weise auf ihre grünweißen Fahnen geheftet haben. Und so erschienen sie auch pflichtschuldigst im violetten Austria-Outfit, wie am Anfang des Jahres unter den Fußballfans des Erlgassen-Lehrkörpers ausgemacht: Wessen Mannschaft am Ende der heurigen Spielsaison in der Tabelle hinter der anderen liege, der müsse am Sportfest in den Farben des Lokalrivalen aufkreuzen. Da der Hütteldorfer Rekordmeister in einem Akt der Nächstenliebe und des selbstlosen Mitleids den „Blassrosanen vom Verteilerkreis“ – wie die Austrianer auch unverdientermaßen liebevoll genannt werden – diesmal in der Tabelle den Vortritt gelassen hat, waren es heuer die Grünweißen, die in den artfremden Trikots auftauchen mussten – billiger Triumph für die schmale Schar der ohnehin notorisch erfolgsentwöhnten Austria-Anhängerschaft unseres Bildungsinstitutes: Frau Direktor Wotke, Oberelektrizitätsrat Spanel sowie Junglehrer Renner, beide schamhaft hinter einem hässlichen violetten Schirm versteckt, weiters Lukas Hödl aus der 7A, gegen dessen fragwürdigen Geschmack in Sachen Fußballanhängerschaft allerdings die Naivität der Spätpubertät als mildernder Umstand ins Treffen geführt werden kann. Damit dürfte sich auch gleichzeitig ein hoher Prozentsatz der noch verbliebenen gesamtösterreichischen Austria-Anhängerschaft auf dem Bild versammelt haben. Für die Grünweißen besteht nicht der geringste Zweifel, dass im nächsten Jahr dieser Akt der Selbsterniedrigung andere Farben tragen wird!

Martin Neubauer

Auch beim diesjährigen Sportfest der Erlgasse war Violett – dank einer gewonnenen Wette um die bessere Platzierung in der Fußball-Bundesliga – die dominante Farbe. Der Zweitplatzierte gestattete den Grünweißen, die sich im Abstiegskampf tapfer geschlagen hatten, auch einmal die Farben des Besseren anzulegen und sich im Ruhm der Wiener Austria zu sonnen. Dominik Stumpfer, Martin Neubauer und Andreas Kwech zeigten sich äußerlich verschämt, aber innerlich stolz und glücklich im violetten Outfit.
Eine harte Saison liegt hinter uns und es hat sich gezeigt, wie knapp Freude und Enttäuschung beisammen liegen – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Die Enttäuschung der Austria über den verfehlten Meistertitel entspricht zweifellos in der Intensität der Freude der Grün-Weißen, der Regionalliga noch einmal entkommen zu sein. Und so bleibt uns Violetten in der kommenden Saison auch die Aufgabe, dem Gegner die Daumen zu drücken:
Liebe Rapid-Fans, wir wünschen euch und eurer Mannschaft, dass ihr es schafft, den Platz in der Bundesliga auch in der kommenden Saison zu behalten, damit wir weiterhin unsere Wetten gewinnen und ihr in unseren Farben beim Sportfest einlaufen müsst!

Elfi Wotke