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Sprachreise Antibes 2009 6AB Begleitlehrerinnen Mag. Am 6. März flogen wir aus dem regnerischen Wien an die frühsommerliche Côte d’Azur, wo zu dieser Jahreszeit schon eifrig Liegestühle und Sonnenschirme aus den Winterverstecken geholt wurden man sich auf die kommende Sommersaison vorbereitete. Doch nicht nur aufgrund des Klimas im Süden Frankreichs war unsere Sprachreise ein voller Erfolg. Schon der Anflug nach Nizza entschädigte uns für das frühe Aufstehen (Treffen am Flughafen um 4.45 Uhr!), da sich uns die schöne Küste im Morgenlicht in ihrer ganzen Pracht zeigte. Am Flughafen wurden wir dann von den Gasteltern abgeholt, und schon fuhren wir ins nur 20 Minuten entfernte Antibes. Die hübsche Küstenstadt zwischen Nizza und Cannes hat einiges zu bieten, und so verbrachten wir die ersten zwei Tage damit, Antibes zu erkunden. Am Freitag besichtigten wir die nette Altstadt und gingen anschließend dem Meer entlang bis zum Port Vauban, dem größten Yachthafen an der Côte d’Azur, der uns aufgrund der großen Anzahl edler Yachten sehr beeindruckte. Nach dem ersten Vormittag in der Ecole Pierre Overall, mitten in der Altstadt von Antibes gelegen, durchforsteten wir am Samstag das Cap D’Antibes, die an die Stadt anschließende Halbinsel, die von großen Villen aus den 20er Jahren übersäht ist und von der man eine tolle Aussicht sowohl auf das Meer als auch auf die mit Schnee bedeckten Alpes Maritimes nordöstlich von Nizza hat. Auch wegen der schönen Lage zwischen Nizza und Cannes ist Antibes für einen Sprachaufenthalt wie geschaffen, denn die beiden benachbarten Städte sind nur einen Katzensprung entfernt und einfach mit Zug oder Bus zu erreichen. Vor allem Nizza, das wir am Sonntag besuchten, begeisterte uns, wir schlenderten die breiten Boulevards entlang und dann durch die lebendige Altstadt bis zur berühmten Promenade des Anglais, und wie viele andere, die sich in der Märzsonne bräunten, genossen wir bei einem Picknick am Strand den Blick auf die prächtige Baie des Anges (Engelsbucht). Am Nachmittag bestiegen wir den Schlossberg, von dem man eine schöne Aussicht sowohl auf die Altstadt als auch den kleinen Hafen genießt. Nizza ist insgesamt eine wirklich sehenswerte, lebendige Großstadt, einige Schülerinnen bedauerten es allerdings, dass wir den Sonntag für den Besuch gewählt hatten, da die meisten Geschäfte geschlossen waren. Am Montag, nach dem Sprachkurs am Vormittag, fuhren wir mit dem Zug ins nördlich von Cannes gelegene Grasse, das als „Rom der Düfte“ weltbekannt ist. Die Führung durch die Parfümerie Fragonard war sehr interessant, und nicht wenige von uns sind jetzt stolze Besitzer eines echten Fragonard Parfums. Anschließend blieb leider kaum mehr Zeit zur Besichtigung der Altstadt, allerdings interessierten sich die meisten Schüler sowieso mehr für die größeren und berühmteren Städte der Côte d’Azur, wie Cannes, das am nächsten Nachmittag am Programm stand. Auch Cannes besitzt eine hübsche, kleine Altstadt und natürlich die berühmte Prachtstraße La Croisette, auf der auch schon im März reges Treiben herrschte. Zum Leidwesen der Schülerinnen war aber auch in dieser Stadt dem Einkaufen ein Riegel vorgeschoben, diesmal nicht wegen geschlossener Geschäfte, sondern aufgrund der horrenden Preise der edlen Designerboutiquen. Nach dem Trubel in Cannes genossen wir am Mittwoch die Ruhe auf der kleinen, Cannes vorgelagerten Insel Sainte Marguerite, die wir von Cannes aus per Boot erreichten. Den letzten Nachmittag vor unserem Abflug am Freitag verbrachten wir wieder in Antibes selbst, und es soll nochmals erwähnt werden, dass diese hübsche Stadt für einen Sprachaufenthalt wirklich zu empfehlen ist. Der touristische Rummel hält sich in Grenzen, und vor allem ist alles bequem zu Fuß zu erreichen. Die Schüler wohnten bei ihren Gasteltern direkt im Zentrum, wo sich auch die Sprachschule befindet (abgesehen von zwei Mädchen, die über einen etwas längeren Weg zur Schule klagten). Und was Sprachschule und Gasteltern betrifft, so beteuerten sowohl die zufriedenen Gasteltern als auch Vanessa, die sympathische Lehrerin der Ecole Pierre Overall, die den Kurs am Vormittag (jeweils 9 – 12.30 Uhr) leitete (und Gott sei Dank kein Wort Deutsch sprach), dass die Schüler nach zwei bis drei Tagen ihre anfänglichen Hemmungen verloren hatten und auch in der kurzen Zeit wirklich Fortschritte in der Fremdsprache gemacht hatten. Am letzten Tag wollten wir außerdem das bekannte Picasso-Museum in Antibes besuchen, das angeblich sehr sehenswert und beeindruckend ist, aufgrund von Bauarbeiten war es jedoch leider geschlossen. Doch solch unerledigte Dinge haben ja auch ihre guten Seiten, denn man sucht ja nach Gründen, warum man wieder nach Antibes kommen muss. Und wir sind uns alle einig – wir wollen wieder dorthin, um uns an der Sprache, den gastfreundlichen (ja, wirklich!) Franzosen, dem Klima, der Schönheit der Côte d’Azur, der Kunst und, nicht zu vergessen, den vielen kulinarischen Köstlichkeiten dieser Region zu erfreuen. Und nachdem nun das Museum geschlossen war, war dann endlich auch Zeit zum shoppen, und auch unsere einkaufswütigen Mädchen waren zufrieden.
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