Bundesgymnasium und Realgymnasium Erlgasse 1120 Wien, Erlgasse 32-34, 01/813 91 82 – 0
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Carnuntum – Wieso Weintrauben und eine Expedition Hand in Hand gehen

Canuntum01Am 10. Oktober 2014 besuchten wir als 7B den Archäologischen Park „Carnuntum“, einst eine römische Stadt, zusammen mit unserem allerliebsten Lateinlehrer Herr Professor Alfio Farbo. Unser Ausflug beinhaltete eine einstündige Zugfahrt und einem anschließenden Fußmarsch vom Bahnhof zur eigentlichen Besichtigungsstätte.

Unser ganztägige Aufenthalt im schönen Niederösterreich in Bad Deutsch-Altenburg umfasste drei verschieden Etappen: Beginnend mit einem kleinen Fußmarsch ganz nach dem Vorbild der Römer, welche dafür berühmt berüchtigt waren, große Entfernungen flotten Fußes zu überfinden, zur Ausgrabungsstätte des ehemaligen Amphitheaters, wo sich das römische Volk damals am Anblick von Gladiatorenkämpfen vergnügte, welches jedoch enttäuschte Reaktionen aufgrund seiner Canuntum02Unvollkommenheit hervorrief (Ich möchte an dieser Stelle eine Mitschülerin zitieren: „Da sind ja nur zwei, drei Steine. Ich dachte schon, dass die das eindrucksvoll nachkonstruieren!“), ging‘s munter zu Fuß durch die spätherbstliche Landschaft weiter zum Museum Carnuntinum. Der steile Abstieg und das hügelige Relief machte dem einen oder anderen schon zu schaffen. Für die Römer ging es für uns an diesem Tag wahrlich über Stock und Stein!

Canuntum03Dort führte uns Herr Professor Farbo durch das Museum und erzählte uns einiges über die Römer in Carnuntum. Im Museum sahen wir glücklichen Schüler so einige Überreste, welche die Römer uns hinterlassen hatten, von Waffen über Schmuckstücke: Jeder Stein wurde von der 7.B. genauesten archäologisch inspiziert und untersucht.

Canuntum04Anschließend gelangten wir ins Freilichtmuseum und versuchten uns das Leben in der Stadt und Carnuntum selbst anhand von Modellen vorzustellen.

Um den Römern noch näher zu kommen, besichtigten wir Wohnungen und die Therme (allerdings nicht allzu lange, denn man hatte sich tatsächlich die Mühe gemacht das Modell realitätstreu zu beheizen und Canuntum05bei geschätzten 30 Grad Raumtemperatur hatten wir alle bald ordentlich zu schwitzen) und lernten so das alltägliche Leben einer historischen Zeit kennen, Einzelheiten über den Unterricht, Freizeitbeschäftigungen und die Nahrungsversorgung im tiefen Winter, sowie die traditionelle Küche, welche uns besonders beeindruckte, da es sogar eine Kostprobe in Form einer Schale mit frischen Äpfeln und Weintrauben gab, an der wir uns nicht nehmen lassen konnten, uns an den knackigen Weintrauben zu laben und einen Apfel als Wegproviant einzustecken.

Während also der eine ein Referat über die römische Vorstellung von Unterricht hielt bzw. über andere Themen wie zum Bespiel: das römische Heer, die römischen Küchen und Gerichte und die Thermen oder man sich alternativ mit tonnenweise Weintrauben vollstopfte, versuchte sich der andere als Römer samt Helm und Schwert im Innenhof eines nachgebauten Hauses.

Dies war die letzte Station. Nach diesem abenteuerlichen, ereignisreichen Tag kehrten wir wohlbehalten, mit einer ungefähren Vorstellung, wie eine römische öffentliche Toilette („Pissoir“) ausgesehen und was man dort sonst noch gemacht hat (außer „das Geschäft“ zu verrichten) und durch die Früchte der grünen Kletterpflanze gestärkt gegen 16:30 nach Wien zurück.

Bericht: Martin Louka (7B), Benerita Prenqi (7B), Yvonne Bolhár – Nordenkampf (7B)