Und wem noch? Das ist nun die Frage.

Am Aschermittwoch haben sich zahlreiche Schülerinnen der siebten und achten Klassen auf ein berührendes Theatererlebnis in der Volksoper eingelassen. “Lass uns die Welt vergessen” ist der Titel einer wahren Geschichte über die Volksoper im Jahre 1938. Die damals hauptsächlich von Juden geleitete Oper musste zu dieser Zeit einiges miterleben: Der Anschluss von Österreich an Hitler-Deutschland war das Ende der Kunst und der Start von Propaganda und Hass.
Durch die Regie von Theu Boermans enthält das Stück eine perfekte Mischung aus herzhaftem “Wiener Schmäh” und Ernsthaftigkeit. Trotz Witzen und Lachern geht die Botschaft nicht verloren: So etwas wie damals, darf nie wieder passieren!
Besonders gut dargestellt wurde die Polarisierung der Gesellschaft und dass Österreich zu dieser Zeit nicht nur Opfer, sondern auch aktiver Täter war. Spektakuläre Bühnenbauten ermöglichten auch einen Einblick in das Privatleben der Figuren, in ihre Ängste und Sorgen, und dass manche bis zum bitteren Ende gekämpft hatten.
Ausgezeichnete schauspielerische Leistungen, wunderschöne Tänze und Gesänge zogen das Publikum drei Stunden lang ins Mitfiebern, Mitlachen und Mitweinen.
Nora Fischer, 7A
