Um Propaganda und Gegenpropaganda während des zweiten Weltkrieges ging es in der Lecture des Filmmuseums, die die 7. Klassen am Fr., den 12. Dezember im Rahmen des Kunst- und Musikunterrichtes besuchten. Anhand von Filmausschnitten (z.B. Leni Riefenstahl: Triumph des Willens, Frank Capra: Why We Fight, Humphrey Jennings: The True Story of Lili Marlene, Billy Wilder & Hanuš Burger: Die Todesmühlen) analysierte der Historiker, Publizist und Zeitzeuge Peter Huemer die Methoden mittels derer die Nazis die Macht der Bilder für ihre Zwecke instrumentalisierten. Gezeigt und besprochen wurden auch einige Bespiele kluger Gegenpropaganda, mit der die Alliierten darauf reagierten. – Die Schüler*innen nutzen die besondere Gelegenheit um sich mit den – teilweise sehr problematischen, historischen Bildern, in einem wissenschaftlichen Rahmen kritisch auseinanderzusetzen.
Eindrücke der Schüler*innen:
“Ich fand es gut, dass die Filmausschnitte auch besprochen wurden. Auch der Aufbau, bei dem man die Geschichte der Nazis von der Machtergreifung bis zum Ende: der Befreiung der Menschen aus den KZs durch die Alliierten, sah, war sehr interessant und lehrreich.”
“Am 12. 12. waren wir im Rahmen des Kunstunterrichts im Filmhauskino um eine Lecture zum Thema Manipulation und Propaganda im Film während des zweiten Weltkrieges zu sehen. Diese war sehr informierend und wir waren die ganze Zeit aufmerksam, einfach weil Peter Huemer – der Mann auf der Bühne, so mitreißend erklärte. Mich haben die Filme sehr berührt. Moralisch gesehen verstehe ich nicht, wie diese Verbrechen möglich waren und die Menschen behaupten konnten, sie hätten nichts davon gewusst. Daher war auch der letzte Film sehr abschreckend. Darin wurde dokumentiert, wie der österreichischen Bevölkerung nach der Befreiung der Lager die Leichenberge gezeigt wurden. Uns Zusehern überkam dabei die Gänsehaut.”
“Viele von uns waren von den Bildern schockiert. Einerseits sahen wir in der Präsentation Propagandafilme der Nazis, anderseits auch Gegenpropaganda der Alliierten. Vor allem hat es uns an eines erinnert: Das darf nie wieder passieren!”
“Ein Filmausschnitt hat mich besonders schockiert: Darin wurden jüdische Häftlinge vorgeführt und im Kommentar wurden diese als Verbrecher dargestellt. Dazu wurde eine erfundene Statistik präsentiert, der zufolge Juden und Jüdinnen für die Mehrzahl aller Verbrechen verantwortlich wären. So wurde der Judenhass in der Bevölkerung angestachelt.”
“Ein guter Vortrag, den man nicht so schnell vergisst, auch wenn der zweite Weltkrieg jetzt schon fast 100 Jahre her ist.”
“Wir sahen auch einen Propagandafilm über Frauensport. Die Nazis bewarben ein weibliches Ideal, demnach sich Frauen stets in der Gruppe mit anderen Frauen, sowie mit ihren Kindern bewegen sollten.” (Safa 7A)
