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Projektbericht: Ein Zeichen für Equality

Anlässlich des Weltfrauentages verwandelten die Schüler:innen der 4A und 4C den Festsaal in einen Ort des lebendigen Austauschs. Im Zentrum des fächerübergreifenden Projekts stand das Thema Equality. Zwei Tage lang tauchten die Jugendlichen in Kleingruppen tief in ganz unterschiedliche Facetten der Gleichberechtigung ein. Dabei setzten sie sich beispielsweise mit historischen Heldinnen, der rechtlichen Stellung der Frau und der Entwicklung von Frauenbewegungen ebenso auseinander wie mit männlichen Feministen, dem Kampf um das Wahlrecht und dem Wandel des Frauenbildes in der Werbung von damals bis heute.

Die Aufgabe der Klassen bestand jedoch nicht nur in der reinen Recherche. Das Ziel war es, die gesammelten Erkenntnisse auf kreative Art und Weise für eine schulinterne Ausstellung aufzubereiten. Mit viel Engagement entwickelten die Gruppen vielfältige Informationsstände. So entstanden neben anschaulichen Plakaten auch spannende Spiele, herausfordernde Rätsel, selbst gedrehte Videos und geführte Interviews, die das komplexe Thema für alle Besucher:innen greifbar machten.

Am Tag der Ausstellung erwachte das Projekt schließlich zum Leben. Die Schüler:innen betreuten ihre jeweiligen Stände selbstständig, präsentierten ihre Ergebnisse und standen dem Publikum für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Gleichzeitig sorgte eine spezielle Kreativgruppe für einen weiteren Höhepunkt: Sie bot während der Veranstaltung selbst hergestellte Produkte zum Verkauf an.

Zusätzlich organisierten die Mitglieder der Gruppe „Let’s talk about feminism“, bestehend aus Schüler:innen der 7A und der 7B, ein köstliches Buffet – ganz in den Farben Lila, der Farbe der Suffragetenbewegung, und Orange, der Farbe gegen Gewalt an Frauen, gehalten.

Der krönende Abschluss dieses rundum gelungenen Schulprojekts war schließlich eine solidarische Geste. Die gesamten Erlöse von 750 € aus den Verkäufen der Kreativgruppe und dem Buffet wurden an die Wiener Frauenhäuser gespendet, wodurch der Einsatz der Jugendlichen für Gleichberechtigung auch über die Schulmauern hinaus einen ganz konkreten, positiven Beitrag leistete.

Lily Hablash und Julia Barth, zwei Schülerinnen aus der 4C, berichten von ihren Erfahrungen von den Projekttagen:
Als Erstes wurden wir von unseren Professoren in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt. Unsere Gruppe stellte Produkte für den Verkaufsstand her. Wir haben orangefarbene Scrunchies genäht und Buttons mit feministischen Designs bedruckt. Nachdem wir hundert Scrunchies genäht und 15 gehäkelt hatten, haben wir begonnen, Papierflaggen mit feministischen Sprüchen zu verschönern. Am zweiten Projekttag haben wir Preisschilder gemalt und alles für den Verkauf am folgenden Montag hergerichtet. Am Tag des Verkaufs platzierten wir unsere Produkte und eine auf Zetteln auszufüllende Schnitzeljagd auf Tischen vor dem Festsaal. Nach und nach kamen Klassen hinunter, begutachteten das Projekt der anderen Gruppe und konnten bei uns die zuvor hergestellten Artikel kaufen sowie gratis an der Schnitzeljagd teilnehmen. Insgesamt haben wir mit dem Buffet 750 Euro verdient, die dann an Frauenhäuser gespendet wurden.

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